Wiederaufnahme 2027 Huis Clos · Jean-Paul Sartre Premiere Sommer 2027 · Berlin

Geschlossene Gesellschaft

von Jean-Paul Sartre Übersetzung von Traugott König — eine reisefähige Inszenierung von stunde3
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„Die Hölle, das sind die anderen.
— Jean-Paul Sartre, Geschlossene Gesellschaft
Das Stück

Kein Entkommen.

Drei Menschen. Ein Raum. Keine Tür, die sich öffnet.

Drei Menschen werden nach ihrem Tod in einen Raum gebracht, aus dem es kein Entkommen gibt. Keine Flammen, keine Folterwerkzeuge — nur ein Sofa, ein paar Möbel und die jeweils zwei anderen. Was als Verhör beginnt, wird zur endlosen Belauerung.

Uraufgeführt 1944 in Paris, zählt Huis clos seither zum festen Repertoire der europäischen Bühne. Aktuell macht es heute nicht der existenzialistische Überbau — sondern die präzise Beobachtung dessen, was passiert, wenn drei Menschen einander nicht entkommen können: in einer Beziehung, in einer Familie, in einer Echokammer.

Garcin · ein Deserteur Inès · eine Verführerin Estelle · eine Kindsmörderin
Der Autor
1905 — 1980

Jean-Paul
Sartre

„Der Mensch ist nichts anderes als das, wozu er sich macht.“

Jean-Paul Sartre war einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Als Begründer des französischen Existenzialismus prägte er die Philosophie ebenso wie die Literatur. In seinen Werken setzte er sich mit Freiheit, Verantwortung und der Absurdität der menschlichen Existenz auseinander — überzeugt, dass der Mensch zur Freiheit verurteilt ist: er muss wählen, handeln und die Konsequenzen tragen.

Neben Hauptwerken wie „Das Sein und das Nichts“ schrieb er Romane, Essays und vor allem Theaterstücke, in denen seine Ideen konkret erfahrbar werden.

1964 lehnte er den Literaturnobelpreis ab, weil er sich nicht vereinnahmen lassen wollte. Er blieb zeitlebens politisch engagiert, kritisch und unbequem — in Denken wie in Kunst.

Übersetzer Traugott König erhielt für seine Sartre-Übersetzung den Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis (1978) sowie den Johann-Heinrich-Voß-Preis (1988).

Die Originalaufführung 2025

Eine erste Annäherung.

Das Projekt entstand als Abschlussinszenierung einer Schauspielschule. Im Juni 2025 nahm das Team in vier Vorstellungen im ACUD-Theater Berlin eine erste Annäherung an den Text vor — weitgehend ohne ironische Distanzierung, Sartres Figuren ernstnehmend als Menschen, gefangen in einer Situation, die sie selbst herbeigeführt haben.

Die Resonanz war außerordentlich positiv. Gerade auch nicht theateraffine Menschen fanden Zugang zu diesem komplexen Stück; nach den Vorstellungen entstanden lange, differenzierte Gespräche, in denen sich die Zuschauer*innen selbst reflektierten. Daran wollen wir anknüpfen.

199
verkaufte Tickets
280
mögliche Plätze
4
Vorstellungen · ACUD Berlin
Originalbesetzung

Die drei Stimmen.

Nadja Geuther als Estelle
als Estelle
Nadja Geuther
Laura Zemke als Inès
als Inès
Laura Zemke
Christian Yupanqui als Garcin
als Garcin
Christian Yupanqui

Außerdem beteiligt: Sarah Eckert — Kellnerin · Kay Dietrich — Regie · Romy Sukkiniek — Regieassistenz · Raphael Howein — Fotografie & Dokumentation.
Nadja Geuther und Christian Yupanqui stehen für die Wiederaufnahme nicht zur Verfügung. Die Neubesetzung erfolgt mit dem Kernteam 2027.

Warum jetzt?

Eine Wieder-
aufnahme ist keine Wiederholung.

Die Originalproduktion war eine Suchbewegung — die Wiederaufnahme 2027 ist der Versuch, das Gefundene zu vertiefen und zu präzisieren.

Gerade angesichts der größer werdenden Widersprüche im Zustand unserer menschlichen Gesellschaft ist eine Neubewertung der Figuren für uns unabdingbar.

2 neue Aspekte

Was sich ändert.

01

Fokussierte Neubesetzung

Als Abschlussstück der Fritz-Kirchhoff-Schauspielschule war die Besetzung gegeben. Jetzt öffnen wir den Prozess und suchen die passendere Besetzung — offen für jeden Menschen, frei von Gender, Herkunft und Religionszugehörigkeit, klar gegen die Diskriminierung von Minderheiten.

  • internationaler Cast gewünscht
  • Verschärfung in der sozialen Herkunft der Figuren
  • Alter der Spielenden offen — eine größere Range als bisher
02

Ein neues ästhetisches Konzept

Kein Salon, kein Möbel-Realismus — ein Raum, der weder konkret ist noch abstrakt, in dem Zeit und Ort fluktuieren. Präzises Licht und eine minimale Musik-Ebene, die die Schönheit der Musik durch Wiederholung in ein modernes Folterinstrument verwandelt.

  • Zusammenarbeit mit einer/m Kostümbildner/in — die Kostüme bilden den gesellschaftlichen Status der Figuren ab
  • Konkretisierung der reduzierten Bühnen-Ästhetik mit einer/m Bühnenbildner/in
Das Team von stunde3

Wer dahinter steht.

Laura Zemke
Laura Zemke
Künstlerische Leitung & Schauspielerin

Schauspielerin und seit 2025 künstlerische Leitung der Produktion; in der Originalaufführung als Inès. Sie steht u.a. im FEZ, auf der Astrid-Lindgren-Bühne sowie in Film und Fernsehen auf der Bühne.

Kay Dietrich
Kay Dietrich
Regie

Regisseur und Schauspieler, führte schon 2025 Regie. Seine Arbeiten sind von besonders ruhigen Inszenierungen mit Tiefe geprägt. 2012 erhielt er für „Frau Holle“ den Ikarus-Preis für die beste Inszenierung für Kinder.

Jens Hallmann
Jens Hallmann
Produktion

Bringt Erfahrung aus Produktion und Kameraarbeit zusammen; als Producer u.a. für Volkswagen und Spotify tätig. Als DOP arbeitete er an „Männerherzen“ und „Perfect Love“ sowie für BYD, Aston Martin und Hugo Boss.

Technik-Rider
Wir benötigen nicht viel.

Die Inszenierung ist als reisefähige Produktion konzipiert. Alle Angaben sind Richtwerte — in jeder konkreten Spielstätten-Situation werden die technischen Details mit dem Haus abgestimmt.

Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte unserem Technik-Rider (gesondertes Dokument).

Vorläufige Planung

Der Weg zur Premiere.

2026Vorbereitung
  • Mai – Juni: Konzeption, Antragstellung, Spielstätten-Akquise
  • 30.06.: Antragsfrist Einzelprojektförderung Berlin (Ausschlussfrist)
  • Juli – November: Wartezeit Bescheid; ggf. parallele Drittmittel-Akquise
  • Dezember: voraussichtlicher Förderbescheid des Senats
2027Produktion & Proben
  • Januar – Februar: Casting
  • Februar – Mai: Vorproduktion (Bühnenbild, Kostüm, Licht- & Sound-Design)
  • Februar – Mai: 8 Wochen Probenphase
  • Mai: Endproben & Generalprobe in der Spielstätte
Sommer 2027Aufführungen
  • Anfang Juni: Premiere und ca. 3–7 Aufführungen im Block
  • ab Mitte Juni: weitere Aufführungen im Block in anderen Spielstätten
Kontakt

Sprechen wir darüber.

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung und stehen für ein Gespräch, einen Anruf oder ein Treffen in Berlin jederzeit zur Verfügung.

Ansprechpartner
Jens Hallmann
Produzent
Mail
Webseite
www.stunde3.de
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